Donnerstag, 7. Mai 2009

BADEZIMMER


Planung

So sah das Badezimmer ursprünglich aus.

Unser ursprüngliches Vorhaben für das SOL war es, mit Bewohnerinnen und Bewohner eines Altersheimes etwas zu unternehmen, mit ihnen zu basteln oder spazieren zu gehen. Also gingen wir im Altersheim der Stadt Rorschach vorbei und trafen den Heimleiter Herr Preising. Leider kam eine solche Aktivität nicht in Frage. Herr Preising schlug uns stattdessen vor, dass wir die Badezimmer neu gestalten könnten. Wir machten einen kleinen Rundgang durch das Haus, begutachteten diverse Räume, insbesondere die Badezimmer und kamen zum Schluss, dass eine gestalterische Verschönerung der Badezimmer dringend nötig war und den Bewohnerinnen und Bewohnern nachhaltig Freude bereiten wird.

Einkauf in der IKEA, Montag, 4. Mai 2009


Am Montagmorgen machten sich Flavia, Nadine, Rafaela und Yolanda gemeinsam auf den Weg nach St.Gallen, um sich in der IKEA inspirieren zu lassen für die Dekoration der zwei Badezimmer im Altersheim Rorschach. Damit nicht jede von uns mit dem Auto in die IKEA fuhr, bildeten wir eine Fahrgemeinschaft. In der IKEA angekommen, mussten wir uns nach dem ersten Umschauen für einen Dekorationsstil entscheiden: Wollen wir eine Unterwasserwelt machen oder das Badezimmer mit Blumen schmücken? Wir entschieden uns für letzteres und machten uns auf die Suche nach geeigneten Wandbildern mit schönen Blumen, Vasen, Stoff für neue Vorhänge und einen farbigen Duschvorhang. Vorrangig setzen wir uns noch eine Geldlimite von 200,- Fr., welche wir nicht überschreiten wollten. Denn es sollte nicht zu teuer werden, da die Altersheimleitung auch noch die anderen Badezimmer verschönern wollen.
Uns war es ein Anliegen etwas Farbe in die Badezimmer zu bringen und es gemütlicher erscheinen zu lassen. Nach einigen Diskussionen entschieden wir uns dann für rote Moonblumen als Wandbilder, eine schwarze Schale mit roten Kunstblumen sowie einen roten Duschvorhang. Für das andere Badezimmer wählten wir schwarze Blumen aus und drei schwarze Vasen, für welche wir noch drei rote Kunstblumen auswählten. Wir entschieden uns für Kunstblumen da diese länger haltbar sind und man sie nicht immer mit neuen Blumen ersetzen muss. Am Schluss fanden wir noch passenden Stoff für unsere Vorhänge. Dabei achteten wir besonders darauf, dass der Stoff möglichst pflegeleicht ist und auch wasserresistent.
Für uns war es ein amüsanter Morgen und wir freuten uns schon auf das Dekorieren. Wir waren gespannt wie die älteren Personen wohl darauf reagieren werden. Es war erstaunlich wie schnell wir bei fast 200.- Fr. waren, obwohl wir nicht so viel eingekauft haben. Aber das Leben ist nun einmal nicht billig…

Vorhänge nähen



Am Nachmittag nach dem IKEA Besuch haben Yolanda Käsermann und Rafaela Fuchs sich an das Nähen der Vorhänge gemacht. Die gekauften Stoffbahnen, die speziell für das Badezimmer geeignet sind, mussten zugeschnitten, gesäumt und genäht werden. Im Anschluss wurden die Bänder angenäht, an welchen man die Vorhanghäcklein befestigen kann. Der Vorhang wurde so angefertigt, dass man ihn auch über längere Zeit, ohne ihn zu waschen, im Badezimmer aufhängen kann. Die Textur des Vorhangs ist stark Wasserabweisend und auch Blickdicht.
Wir haben uns bewusst auf weisse Vorhänge geeinigt, da dies eine schlichte und zeitlose Farbe ist. Vorher hingen in den Badezimmern bunte, gemusterte und ziemlich scheussliche Vorhänge. Diese mussten unbedingt ersetzt werden.

Dekorieren






Am Dienstagmittag gingen wir dann ins Altersheim in Rorschach um die zwei Badezimmer zu verschönern. Dort angekommen ging es gleich an die Arbeit, denn uns stand einiges bevor: die alten Vorhänge und Duschvorhänge herunter nehmen, die neuen mit viel Geduld aufhängen und die Wandbilder ankleben. Kleine Veränderungen mit viel Wirkung. Der rote Duschvorhang brachte Leben in das sonst farblose Zimmer. Nachdem die schwarzen Vasen mit den roten Blumen aufgestellt waren, gingen wir zum nächsten Zimmer über.
Auch hier brachten wir an der Wand Mohnbilder an. Die Blumen brachten wir hinter der höhenverstellbaren Badewanne an, so dass die Bewohnerinnen und Bewohner beim Baden einen schönen Anblick haben und zum Träumen verleitet werden. Mit neuen, weissen Vorhängen und mit weiteren wenigen Handgriffen sahen die Zimmer beiden plötzlich sehr freundlich und einladend aus. Kaum waren wir fertig, wurde unser Werk von dem Pflegepersonal sowie einigen neugierigen Bewohnerinnen und Bewohner bestaunt und diskutiert. Alle Reaktionen waren positiv, so dass wir unsere Arbeit mit gutem Gewissen zurück lassen konnten.

Wir hatten viel Spass bei der Arbeit und hoffen, dass die Veränderung der zwei Badezimmer den Bewohnerinnen und Bewohnern gefällt und ihnen viel Freude bereitet.

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