Ich war ziemlich schockiert, als ich meine Resultate sah. Ich dachte, dass wenn ich kein Auto habe und auch sonst selten Auto fahre, ich doch eigentlich bei diesen Tests ziemlich gut wegkommen müsste. Dies war aber überhaupt nicht der Fall. Mir war nicht bewusst, wie sehr sich die Wohnung zu Buche schlagen würde. Ich wohne in einer Wohnung in einem über 100 Jahre alten Haus und dies ist dementsprechend nicht gut isoliert, auch die Geräte sind veraltet. Diesen Einfluss hat man bei beiden Umfragen sehr deutlich gesehen (vorallem beim CO2 Test). Vielleicht sollte ich die Resultate mal meinem Vermieter mitteilen...
Ein anderer Punkt ist die Ernährung. Bei meinen Eltern zu Hause achten wir auf saisonale Bio-Produkte. Seit ich jedoch in einer WG wohne und ich mit einem Budget auskommen muss, achte ich mehr auf den Preis der Produkte. Ich werde aber diese Tests als Motivation nehmen und in Zukunft mehr darauf achten.
Laut CO2 Test verbrauche ich ca. 10t pro Jahr. Dies hat noch reichlich Verbesserungspotenzial. Auch beim 'footprint' bin ich mit 2,6 Erden nur knapp unter dem Durchschnitt.
Unterschiede
Der 'footprint' Test zeigt visuell auf, wie sehr man der Erde schadet. Zu Schluss werden noch Anhaltspunkte zur Verbesserung gegeben. Beim CO2 Test wird möglichst genau gerechnet, wie viel CO2 man verbraucht. Beim Resultat werden zusätzlich konkrete Vorschläge zur Verbesserung gemacht, welche auf die Testende/den Testenden zugeschnitten sind.
Verbesserungspotenzial
Der wichtigste Punkt auf meiner Verbesserungsliste ist sicher das Wohnen. Wenn ich im Sommer umziehe, werde ich sicher genauer darauf achten, wie die Wohnung ausgerüstet ist. Ein weiterer Punkt sind die Kurzstreckenflüge. Ich werde mir in Zukunft sicher überlegen, ob die Reise nicht auch mit dem Zug machbar wäre.
3 Kommentare:
Liebe Flavia
Auch ich hätte gedacht, dass wenn du sehr selten ein Auto benützt, der Wert tiefer ausfallen würde. Ich finde es sehr toll, dass du das Auto fast nie brauchst. Ich könnte mir eine Scheibe von dir abschneiden. Da ich das Auto fast jeden Tag benütze, liegt mein Wert sehr hoch. Ich dachte, dass ich diesen sehr senken könnte, wenn ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würde. Aber wie auch du geschrieben hast, müsste ich mein Lebensstil auch anderweitig anpassen. Ich verstehe, dass du wegen des Budget nicht gut auf Bioprodukte umsteigen könntest. Ich wohne noch zu Hause und muss die Lebensmittel nicht selbst finanzieren. Müsste ich selbst dafür aufkommen, würde ich wie du auch auf die Preise und nicht auf die Herkunft achten.
Liebe Grüsse
Julia
Liebe Flavia,
Mir ging es etwa ähnlich. Ich hätte auch nicht erwartet, dass es bei mir so schlecht heraus kommen würde, vor allem auch, weil ich kein eigenes Auto besitze und das Auto meiner Eltern in der Regel auch nicht so oft benütze.
Aber noch mehr Einfluss hatte bei meiner Wertung das "schlechte" Wohnen. Auch ich wohne in einem älteren Haus, welches schlecht isoliert ist und die Haushaltsgeräte eher noch älter sind und daher nicht optimal für die Umweld sind.
Mir würde es etwa ähnlich gehen, wenn ich alleine wohnen würde. Ich könnte mir, oder auch jetzt können wir uns nicht wirklich, Bio-Produkte leisten. Man ist gezwungen eher auf den Preis zu schauen und die billigeren Produkte zu kaufen.
Mit dem Reisen, sprich fliegen, geht es mir ähnlich. Ich weiss zwar, dass es für die Umwelt gar nicht gut ist, aber trotzdem ziehe ich das Fliegen den ÖV's vor, da es halt auch billiger ist...
Ich denke es ist schwierig auf so vieles zu achten, vor allem, wenn man noch jung ist und noch nicht verdient.
liebe Grüsse
Yolanda
Hallo Flavia
Es hat mich auch sehr erstaunt, wie viel man bedenken könnte. Es sind Bereiche aufgetaucht, an die ich noch nicht mal gedacht habe.
Bei alten Häusern geht sehr viel Energie verloren. Da frage ich mich einfach, wie lohnenswert eine Sarnierung wäre. Dies braucht schliesslich auch enorm viel Energie! Bei unserem Haus stehen nun, da bereits zwei meiner Schwestern ausgezogen sind, einige Zimmer frei. Ich denke es macht mehr Sinn, diese Räume nicht zu heizen, statt sie umzubauen...
Das Budget spielt natürlich auch eine grosse Rolle bei der Nachhaltigkeit. Die Gesellschaft hat an sich schon Forderungen an uns und der Lebensunterhalt ist, speziell in unserer Lage als Nichtverdienende, sehr kostspielig.
Meiner Meinung nach sollten wir uns des Themas Nachhaltigkeit bewusst sein, effizient umsetzen können wir es wahrscheinlich erst mit dem eigenen Haushalt und einem geregelten Lohn.
Liebe Grüsse
Nadine
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