Mittwoch, 18. Februar 2009

Resultate

Gerade eben habe ich meinen "footprint" erstellt. Dabei ist herausgekommen, dass ich mit meinem Energieverbrauch unter dem schweizerischen Durchschnitt liege. Wenn alle Menschen so viel Energie bräuchten wie ich, dann müssten wir 1.8 Erden zur Verfügung haben. Der schweizer Schnitt liegt aber noch um einiges höher, nämlich bei 2.9 Erden.
Es ist erschreckend, wie verschwenderisch wir mit den Ressourcen umgehen, wenn man bedenkt, dass wir effektiv nur EINE Erde zur Verfügung haben.


Auch beim CO2 Test bin ich mit 5,8 Tonnen pro Jahr noch mehr oder weniger gut weg gekommen.
Da ich jeden Tag mit dem Auto unterwegs bin, habe ich mir den CO2 Ausstoss viel höher vorgestellt. Es ist mir bewusst das ich mit meiner Mobilität einiges nicht ganz optimal mache. Aber dennoch bin ich wirklich auf mein Auto angewiesen, und ich würde es nicht mehr eintauschen gegen die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn man in einer ländlichen Region lebt und nur einmal in der Stunde eine Verbindung hat, dann ist es unrealistisch ohne ein Auto auszukommen.

Positiv beeinflusst hat mein Resultat wahrscheindlich mein Verzicht auf Fleisch und Fisch. Wir wurden vegetarisch aufgezogen und haben auch immer stark auf saisonale und biologische Produkte geachtet. Mir persönlich ist das noch immer sehr wichtig und ich denke, dass diese Lebenseinstellung auch sehr wichtig ist für einen gesunden Umgang mit der Natur und ihren Produkten.

Unterschiede

Die Unterschiede der beiden Tests liegen vor allem in der Präzision der Fragestellung. Der CO2 Test ist sehr klar formuliert und will den Verbrauch ganz genau berechnen. Das Ergebniss ist daher auch aussagekräftiger.
Beim footprint geht es vor allem darum einen visuell greiffbaren Eindruck vom Verbrauch zu bekommen. Allein die Vorstellung, dass, wenn alle Menschen so wie ich leben wurden, 1.8 Erden brauchen würden, ist extrem eindrücklich.



Verbesserungspotenzial

Bei mir liegt das Verbesserungspotenzial ganz offensichtlich bei der Wahl der Verkehrsmittel. Wenn ich nur gerade 10% meiner Verkehrswege, anstatt mit dem Auto, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen würde, dann könnte ich bereits 16% von meinen CO2 Emissionen einsparen. Das wäre also schon mal ein Anfang.
Auch beim fliegen könnte ich noch etwas einsparen, allerdings bin ich ja sowieso kein "Vielflieger". Vielleicht gibt es in Zukunft dennoch einmal Ferien mit dem Zug, wer weiss.



5 Kommentare:

fiona. hat gesagt…

Liebe Rafaela

Ja das mit den Anzahl Erden ist echt eindrücklich. Nur kann ich es mir selber gar nicht vorstellen. Auch mit den Folgen von dem Co2-Verbrauch müsste ich mehr konfrontiert werden. Anstatt diese Soaps und Quizshows könnte man doch vermehrt die Menschheit über ihr Verhalten und deren Folgen aufklären. Oder in der Zeitung oder im Radio. Einfach so, dass wir Menschen nicht drum herum kommen weg zu sehen und hören. Irgendwie muss es in die Köpfe der Menschen kommen, damit man wirklich daran denkt und der Erde Sorge trägt.
Liebe Grüsse - fiona.

Martina hat gesagt…

Liebe Rafaela

Es ist schon erstaunlich, dass wir alle mehr verbrauchen als uns die Erde eigentlich hergeben kann. Ich habe mal irgendwo gelesen (weiss leider nicht mehr genau wo) dass man sein Leben lang Energiesparen und auf die Umwelt achten kann und damit nur soviel einsparen kann wie wenn man auf einen Flug verzichten würde.
Tönt überhaupt nicht motivierend, man sollte aber dennoch dranbleiben.

Patricia hat gesagt…

Liebe Rafaela....

Es war interessant deinen ersten Eintrag zu lesen. Deine Resultate der Tests waren ziemlich identisch mit meinen eigenen. Es ist so, dass ich zwar kein eigenes Auto besitze, jedoch oft darauf angewiesen bin. Ohne Privatfahrzeug könnte ich oft nicht ins Fussballtraining gehen und müsste auf einige Sachen wie Konzerte, Freunde treffen verzichten… Das regelmässige Auto fahren kann natürlich auch sehr schnell zur Bequemlichkeit führen.

Was dein Essverhalten betrifft, geht es mir ähnlich. Ich bin mit wenig Fleisch und Fisch erzogen worden. Trotzdem finde ich, dass eine Balance – und zwar in allen Bereichen – hergestellt werden soll. Es geht also nicht darum, ob man etwas macht oder nicht, sondern um die Menge.

Liebe Grüsse
Patricia Rütsche LG06Cd

Tamara hat gesagt…

Hallo Rafaela

Mir ging es bei den Tests auch so, dass ich im Vorneherein gedacht habe, dass sich der tägliche Gebrauch des Autos ersichtlich machen wird. So war es dann auch..Ich war ziemlich geschockt über meine Ergebnisse. Ich sehe zur Zeit jedoch auch noch keine Möglichkeit aufs Auto zu verzichten, vielleicht wird sich dise aber schon bald zusammen mit der Änderung der Wohnlage entwickeln.

Liäbi Grüäss

Tamara

Flavia hat gesagt…

Ich war ganz erstaunt als ich deine Resultate gelesen habe. Wie ich weiss, fährst du ja jeden Tag mit dem Auto in die Schule. Trotzdem hast du ja einen guten Wert erreicht. Ich hätte nicht gedacht, dass man als Vegetarier und mit Bio-Produkten etc. so viel einsparen kann.

Es ist wirklich erstaunlich wie verantwortungslos wir mit den Ressourcen umgehen. Ich denke, die Tests haben uns Studierenden aufgerüttelt und uns dazu angeregt unseren Lebensstil zu überdenken. Doch mit Anregungen und Wissen ist es nicht getan, die Umsetzung ist aber nicht leicht.