Freitag, 20. Februar 2009

Ergebnisse der beiden Tests

Laut dem "Footprinter-Test" bräuchte ich ungefähr 2.4 Planeten um den Ressourcenverbrauch nachhaltig zu decken. Ich liege damit noch knapp unter dem Schweizerdurchschnitt von 2.9 Planeten. Trotzdem ist es erschreckend, dass ich so viel bräuchte. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Vor allem auch, weil ich nicht selbst ein Auto besitze und meistens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule komme oder auch sonst meist mit ihnen unterwegs bin.
Was mir zum Verhängnis wurde, waren meine Flüge vom letzten Jahr. Lange brauchte ich das Flugzeuch nicht, weil ich jeweils in der Schweiz meine Ferien verbrachte. Doch seit ich im 2006 in Australien war, hat mich die ferne Welt gepackt und ich möchte noch viele andere Länder und Kulturen sehen. Dies ist meist nur mit dem Flugzeug möglich, vor allem, wenn die Reiseziele nicht in Europa liegen. Auch ist es oft noch eine Preisfrage, vor allem als Student/in, wenn man noch nicht oder nicht so viel verdient, schaut man halt eher, was billiger ist und daher benutze ich das Flugzeug auch für europäische Ziele mehr als die ÖV. Je nach dem könnte ich dies später dann einmal etwas ändern. Wer weiss... Dies wurde mir bei beiden Tests zum Verhängnis und hat sehr viel ausgemacht. Was andernseits wirklich auch erschreckend ist.
Ebenfalls schnitt ich bei beiden Tests auch beim Wohnen erschreckend hoch ab. Dies liegt aber daran, dass wir in einem sehr alten Haus wohnen, das schon vor 1920 mit einer Bruchsteinmauerwerk gebaut ist. Daher ist die Isolierung auch nicht optimal sowie wir keine Wassersparer an allen Hähnen und an den Duschbrausen verwenden und noch mit Öl heizen. Klar könnte man da etwas ändern und es wäre sicher auch sinnvoll, jedoch ist es leider immer noch eine Geldfrage. Es tönt vielleicht etwas egoistisch, aber es kann sich nicht jeder eine solche Sanierung oder Umstellung auf Ökostrom oder anderes leisten.
Dasselbe gilt auch bei der Nahrung. Bio-Produkte sind meist viel teurer als die gewöhnlichen und wenn man eher auf das Geld schauen muss, nimmt man halt eher die billigeren Produkte obwohl das unserer Erde schadet.

Meine Resultate der beiden Tests unterscheiden sich nicht all zu gross. Ausser dass ich beim CO2 Test eher etwas oberhalb vom Durchschnitt liege. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Test viel detaillierter auf das Wohnen, Fliegen und benützen der ÖV's einging als der Footprinter-Test. Es erstaunt mich, dass sie mir nicht noch vorgeschlagen hätte, dass es besser wäre, wenn ich näher an meinen Arbeitsort ziehen sollte, da ich doch etliche km mit den ÖVs täglich zurücklege. Was mir beim Footprinter gefallen hat, war dass alles noch bildlich dargestellt wurde, vor allem auch das Endresultat. Dies war für mich schon sehr eindrücklich, als ich das Bild von 2.5 Erden vor meinen Augen sah. Der CO2 Test hingegen versucht einem alles so genau wie möglich zu berechnen, nur berücksichtigt er nicht, dass man gewisse Dinge nicht hat oder nicht braucht und zählt einem dann noch den Durchschnittswert der Österreicher dazu. Jedoch denke ich, dass dies auch nicht mehr so viel ausmachen wird.

Meine Verbesserungspotentiale liegen sicher darin, dass ich dann einmal, wenn ich selbst eine Wohnung habe, darauf achte, dass ich zum Beispiel:
- Wassersparer an allen Hähnen und an der Duschbrause besitze
- Energiesparlampen verwende
- weniger fliege und weniger oft das Auto benütze
- Bio-Produkte verwende
Jedoch sind dies oft Sachen, die noch stark von der finanziellen Lage abhängen oder halt auch von unseren Bedürfnissen. Sind wir wirklich bereit dazu, auf das Fliegen zu verzichten? Wie kann ich dann zum Beispiel meine Freunde in Australien, Brasilien etc. besuchen oder die vielen schönen, verborgenen Länder bereisen? Ich werde mir in Zukunft vermehrt überlegen, vor allem bei europäischen Reisen, ob ich halt nicht den Zug nehme und etwas mehr bezahle und dafür der Umwelt mehr Sorge trage. Dasselbe gilt bei der Benützung eines Autos. Ich werde mir vermehrt überlegen ob es wirklich nötig ist um jetzt an den Bahnhof geführt zu werden oder für eine kürzere Strecke das Auto zu nehmen nur weil es bequemer ist.

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