Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam wahrnehmen

Achtsam wahrnehmen - was soll ich mir darunter vorstellen? Ich nahm mir vor, aufmerksam durch die Welt zu gehen und mein Augenmerk speziell auf Nachhaltigkeit zu richten.

Seit der Thematisierung der nachhaltigen Zukunft fallen mir immer wieder kleine Dinge auf, die ich sonst nicht wahrgenommen hätte. Zum Beispiel wohne ich in einem Bauernhaus. In unserem Haus ist es im Winter sehr kalt, was ich sehr ungemütlich empfinde und mich immer etwas gestört hat. Ich geniesse die wohlige Wärme sehr und finde Kälte ein sehr unangenehmes und Gefühl. Im Wohnzimmer haben wie einen Specksteinofen, mit dem wir regelmässig einheizen. Dort ist es dort meist angenehm, jedoch verpufft die Wärme rasch ins ganze Haus und ich muss mir wieder einen warmen Pulli und dicke Socken zusätzlich überziehen oder unter die Fliessdecke kriechen. Seit einigen Tagen achte ich sehr darauf, und nerve auch bereits meine Familie damit, dass die Stubentüre immer zu ist. Somit habe ich die angenehme Zimmertemperatur wenigstens in einem Zimmer, schade ist nur, dass man das vom Rest des Hauses "abgetrennt" ist.
Was mich ausserdem überrascht hat ist, dass bereits meine Mutter damit befasst hat, umweltbewusster einzuheizen. Das geht so: Das Feuer im Ofen muss von oben angezündet werden und frisst sich langsam nach unten. So brennt es länger und das Zimmer wird mehr geheizt obwohl nicht mehr Holz verbrannt wird und die Umwelt nicht mehr belastet wird. Ich hätte nicht gedacht, dass das geht aber es funktioniert wirklich!

Eine weitere eindrückliche und etwas ernüchtigende Eingebung hatte ich gestern Abend. Ich nahm an einer Vollmond-Schneeschuhtour, die vom Unisport aus angeboten wurde, teil. Wir starteten in Speicher und wanderten über den Schnee die Hügel hinauf. Die Aussicht im Dunkeln war überwältigend. Es war wunderschön all diese Lichter zu sehen! Doch dann kam mir in denn Sinn, was für eine Verschmutzung all diese Lichter herforrufen und ich konnte mich leider nicht mehr so darüber erfreuen... Als wir mit dem Bus nach St. Gallen fuhren, fiel mir auf, wie viele Lichter in der Stadt brennen. Es ist wie ein riesiges Sternenmeer und ich nahm es bewusst war und wusste dabei nicht, was ich empfinden sollte...

3 Kommentare:

Kindergarten hat gesagt…

Auch ich nehme seit dem Modul Nachhaltigkeit viele Handlungen bewusster war. Ich denke es ist wichtig als zukünftige Lehrperson achtsam zu sein und dies auch den Kindern vornehmen und vermitteln. Ich finde deine Überlegungen zu eurer Heizung sehr interessant. Mir kommt das Haus meiner Freundin in Sinn. Dort ist es extrem kalt. Ich friere sehr schnell. Bis vor kurzem störte mich dies. Doch ist es ein sehr grosses Haus und die Zimmer sind sehr hoch. Es bräuchte sehr viel Energie bis das ganze Haus warm wäre. Jetzt sehe ich diese Gegebenheit unter einem positiven Aspekt. Ich selber heize eher zu viel und möchte darauf ein Augenmerk haben.

Lichter im Dunkeln geben Sicherheit, sie zeigen die Anwesenheit vieler Menschen, sie zeigen Leben. Aber wie von dir eindrücklich geschildert machen sie auch mich nachdenklich.
Janine Raimann LG06Ea

Flavia hat gesagt…

Liebe Nadine

Ich hätte nicht gedacht, dass die Art wie man ein Ofen einheizt so viel ausmacht. Ich finde es toll von deiner Mutter, dass auch sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst. Dein Beispiel zeigt wieder einmal, dass kleine Dinge doch einen Einfluss haben und sei es nur, dass der Ofen mehr Wärme abgibt und auch, dass unser aufmerksames Handeln von unseren Mitmenschen nicht unbeachtet bleibt. Das ermutigt einem doch kleine Veränderungen anzupacken und auf eine Kettenreaktion zu hoffen.

Flavia

Katrin hat gesagt…

Liebe Nadine
Ich habe gerade kurz nachgelesen, auf was du genau dein Augenmerk gelegt hast diese Woche. Die "neue" Heizmethode fand ich sehr beeindruckend. Ich konnte mir zwar nicht genau vorstellen, wie das genau funktioniert, doch du könntest mir das sicherlich mal erklären?
du wusstest zum schluss nicht recht, ob du dich über das lichtermeer freuen solltest oder nicht. ich finde solche lichtermeere immer schade, denn sie verwehren uns das sternenmeer.
katrin