Donnerstag, 12. März 2009

Achtsamkeit

Als ich den Wochenauftrag las, war mein erster Gedanke: "Aber doch nid grad dia wucha!!!" Natürlich dachte ich da an die ganze bevorstehende Arbeit der Bachelorarbeit. Erst im Laufe der Woche bemerkte ich die Chance, die in diesen Auftrag steckte.  Ich verbrachte mein wenige Freizeit, in der ich nicht für die Schule arbeitete, mit Haushaltsarbeiten, Zeitungslesen, Dokumentarfilmen schauen und Spaziergängen am wunderschönen Bodensee und nahm meine Umgebung wieder einmal bewusst wahr. Es bräuchte wirklich nicht viel, der Gedanke 'aufmerksam zu sein' würde genügen um zu Veränderungen zu führen.

Apropos Aufmerksamkeit: Ich muss sagen nachdem ich den Artikel über die C02-Ausstösse vom Internetgebrauch gelesen habe, bekomme ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen (ich bin also aufmerksam ;-)), wenn ich stundenlang vor dem Laptop sitze (wie gerade jetzt). Mich hat mein Zettel "aufmerksam sein" stets daran erinnert die elektronischen Geräte ganz abzuschalten und nervte damit meine WG-Kolleginnen. In meinem Zimmer drehte ich jedes Mal die Heizung herunter, wenn ich für längere Zeit aus dem Haus ging. War zwar eigentlich eine gute Idee, nur war es jedes Mal ziemlich kalt, wenn ich zurückkam und ich drehte dann natürlich die Heizung wieder voll auf. Da muss ich mir wohl noch überlegen für welche Zeitspanne sich das wirklich rendiert- für mich und die Umwelt.

Eines ist mir am Wochenende stark aufgefallen. Das erste Mal seit längerer Zeit schien die Sonne wieder einmal am Wochenende. Der Effekt: Sehr viele Menschen auf der Strasse und an der Promenade. Viele kamen mit dem Auto angereist um einen Spaziergang am See zu machen. Das heisst die Leute nehmen längere Autoreisen in Kauf um bei Sonne die Natur beziehungsweise den See geniessen zu können. Meiner Meinung nach, müsste man da nicht extra mit dem Auto anreisen, die Sonne und das schöne Wetter kann man auch an anderen schönen Orten geniessen.  

Und noch etwas ist mir aufgefallen: Diese Woche hat es erstmals in diesem Jahr nach Frühling gerochen!


5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hoi Flavia

Ich finde, dass du einen schönen Blog geschrieben hast. Du hast völlig recht damit, wenn du sagst, dass wir unsere Umgebung zu wenig wahrnehmen. Viele Leute sind nur noch in ihrer eigenen Welt und deshalb geben sie auch nicht auf die Welt acht, welche allen gehört.

Ich selbst ertappe mich im Moment auch damit. Weil wir so Stress haben, bin ich an einem freien Tag sogar beim schönsten Sonnenschein drinnen am Arbeiten. Manchmal weiss ich nicht einmal, dass es schönes Wetter ist. Irgendwie finde ich das traurig und ich hoffe, dass ich das in nächster Zeit wieder ändern kann.

Ich wünsche dir noch eine schöne Frühlingszeit und geniesse das schöne Wetter, wenn die Sonne sich dann mal zeigt. :)

Liebe Grüsse

Nathalie Pfiffner LG 06 G e

Marina hat gesagt…

Nachdem ich deinen Post gelesen hatte, fiel mir auf, dass ich diese Woche hauptsächlich auf meinen Beitrag und mein nachhaltiges Handeln geachtet habe. Inwiefern meine Umwelt nachhaltig lebt, ging bei mir leider ein bisschen verloren.

Aber mir ist natürlich auch klar, dass viel zu viele Leute ihr Auto benutzen. Dies irritiert mich besonders, wenn eine Familie an einem schönen Ort spazieren gehen möchte und dafür mit dem Auto an den Anfangspunkt fährt.

Man kann sich fragen, wie weit es noch kommen muss, bis auch diese Personen ihr Verhalten ändern.

sabrina hat gesagt…

der ständige Stress lässt uns manchmal ganz davon abkommen, achtsam durchs Leben zu gehen. Ich finde deinen Text sehr ansprechend und denke auch, dass man schon achtsam bei den kleinen Dingen sein kann und das mit dem Frühling stimmt, den habe ich nämlich auch gerochen und vor allem das Zwitschern der Vögel ist wunderschön! Zeit ist goldwert, achtsam sein auch!

rafaela fuchs hat gesagt…

ganz schön hast du in deinem Blog beschrieben, wie sich die welt um dich nachhaltig und aufmerksam entwickelt,oder eben auch nicht.

ich war die ganze woche am unterrichten und mir hat dieser post ziemliches kopfzerbrechen bereitet. ich dachte immer wieder, dass sich nichts "bewegendes" um mich tun würde, und ich bestimmt keinen guten post verfassen könnte. aber als ich jetzt deinen blog las, wurde mir klar, dass ich nicht zwangsläufig über mich schreiben muss, sondern auch die umwelt miteinbeziehen kann.

in dem sinne, danke liebe flavia,

und einen schönen abend!

rafaela

Franziska hat gesagt…

Halli hallo Flavia

Genau diese Woche hat es das erste Mal wieder nach Frühling gerochen. Ein richtig gutes Gefühl, welches mich immer mehr nach draussen zieht. Ich habe festgestellt, dass ich mer darauf achten muss, ab und zu nach draussen in die Natur zu gehen. Nur um abzuschalten und zu geniessen. Am Bodensee ist es natürlich auch wunderschöön!